Inhalt
In seiner Laudatio betonte Professor de Haan den einstimmigen Beschluss der Fachjury, mit dem das vorbildliche Engagement der Stadt Minden für BNE gewürdigt wurde. Weiterhin bezeichnete er als bemerkenswert, dass alle Projekte im relativ kleinen Areal der oberen Altstadt Mindens angesiedelt sind. Waltraud Winter bedankte sich im Namen der Stadt Minden, insbesondere von Bürgermeister Michael Buhre sowie der beteiligten Projekte, für die große Ehre der Auszeichnung. Sie lud de Haan nach Minden ein, um die Projekte vor Ort kennen zu lernen.
"Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die Minden als ingesamt zehnte Stadt in der Bundesrepublik erhält. Nachhaltige Entwicklung ist seit langem ein Thema in der weltoffenen Stadt Minden", hebt Bürgermeister Michael Buhre hervor, der nicht persönlich an der Übergabe teilnehmen konnte. Minden wolle weiter dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung im Bildungssystem zu verankern und Menschen dazu befähigen, globale Probleme vorherzusehen, sich ihnen zu stellen und sie zu lösen, so der Bürgermeister.
Minden hatte sich Anfang 2009 nach einem einstimmigen Ratsbeschluss vom 18. Dezember 2008 als "Stadt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 beworben. "Die Stadt ist damit einem Aufruf des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade gefolgt", so Buhre. Insofern sei dies nicht nur eine Auszeichnung für unsere Stadt sondern insbesondere eine Würdigung derer, die die bereits ausgezeichneten UN-Projekte in Minden, wie zum Beispiel das "Eine-Welt-Dorf ", ins Leben gerufen und umgesetzt haben. Treibende Kraft für den Antrag war die Aktionsgemeinschaft Friedenswoche e.V. (Friwo).
Die Grundlage für die Bewerbung Mindens wurde bereits im Jahr 2007 gelegt: In diesem Jahr hatte sich das Info-Zentrum Dritte Welt an den Ältestenrat gewandt, um die Verwirklichung der UN-Millenniumsziele in Minden anzuregen. Nachdem daraufhin die Informationen und Initiativen zu den UN-Millenniumszielen, zur Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung gebündelt aufgezeigt wurden, war ein Ergebnis der Vorschlag der Friwo einer Bewerbung Mindens als "Stadt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014".
"Bildung für nachhaltige Entwicklung steht in Deutschland nicht erst am Anfang. Es gibt bereits viele gute Ideen. Sie sind allerdings oftmals – trotz des großen Engagements derer, die in den Initiativen mitmachen – noch nicht sehr bekannt", so Falk Bloech von der Friwo. Daher zeichne das Nationalkomitee entsprechende Projekte als offizielle Projekte der Weltdekade aus.
Stadt und Friwo sehen in der Auszeichnung einen positiven Standortfaktor, der den Bekanntheitsgrad Minden weiter erhöht. Mit der Auszeichnung ist außerdem die Hoffnung auf eine weitere Unterstützung der Arbeit der Dekadeprojekte über die Obere Altstadt hinaus sowie ein erfolgversprechendes Einwerben von bundesweiten Fördermitteln verbunden.
Die Stadt erhielt am 1. April 2008 einen Brief vom Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees, Prof. Gerhard de Haan, der Minden aufforderte, sich für die Auszeichnung "Stadt der Weltdekade" zu bewerben. Bisher wurden neun Kommunen ausgezeichnet: die Stadt Hamburg (1,7 Millionen Einwohner/innen), die Stadt Bonn (316.000), die Stadt Gelsenkirchen (265.000), die Stadt Erfurt (202.000), die Stadt Heidelberg (145.000), die Stadt Frankfurt am Main (660.000), die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz (39.000), die Gemeinde Alheim in Hessen (5.300), und die Gemeinde Hellenthal in der Eifel (8.600).
In der Oberen Altstadt Minden sind bereits fünf Initiativen ansässig, die als "Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" ausgezeichnet wurden: 1. die Internationalen Projekttage der deutschen UNESCO-Projektschulen, die in Minden und Bielefeld 1996 unter dem Motto „10 Jahre nach Tschernobyl“ ihren Anfang nahmen und seitdem alle zwei Jahre durchgeführt werden, 2. das Kunst- und Bauprojekt "Eine-Welt-Dorf" auf dem Schulhof der Eine-Welt-Schule (ehemalige Königsschule). 3. das Netzwerk BOA - Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt, in dem zahlreiche Bildungseinrichtungen und außerschulische Organisationen eng zusammenarbeiten. 4. die NRW-Schulkampagne "Agenda 21 in der Schule", an dem sich neben der Eine-Welt-Schule die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule, das Ratsgymnasium und das Leo-Sympher-Berugskolleg beteiligen und 5. die FernUni mit ihrem interdisziplinären Studium Umweltwissenschaften "Infernum".
Informationen zur Auszeichnung
Die Auszeichnung wird vergeben für beispielhafte Aktivitäten sowie eine vorbildliche und nachahmenswerte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Auszeichnung trägt dazu bei, die Anliegen der Dekade in Deutschland sichtbar zu machen und gleichzeitig die einzelnen Akteure der nachhaltigen Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort zu unterstützen. Dies ist bisher in einem Maße geschehen, das alle Erwartungen übertroffen hat: Seit dem Beginn der Dekade haben sich rund 1250 Initiativen um eine Auszeichnung beworben und es konnten mehr als 800 offizielle Dekade-Projekte prämiert werden.
Neben dem Aufruf an Akteure und Organisationen sich mit ihren Initiativen als Dekadeprojekte zu bewerben, ruft das Deutsche Nationalkomitee für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" seit 2007 alle Städte, Gemeinden und Landkreise auf, sich um die Auszeichnung als Stadt, Gemeinde beziehungsweise Landkreis der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 zu bewerben. Mit den Auszeichnungen soll gezeigt werden, wie "Nachhaltigkeit Lernen" vor Ort beispielhaft verwirklicht wird, so die UNESCO.
Informationen zum UN-Bildungsprojekt
Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Internationale Lead-Agency der Dekade ist die UNESCO. In Deutschland steht die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und wird von einem von der Deutschen UNESCO-Komission einberufenen Nationalkomitee unter dem Vorsitz des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin) koordiniert.
Dem Nationalkomitee gehören rund 30 Institutionen und Experten an, darunter Vertreter der Bundesregierung, der Länder, Nichtregierungsorganisationen, die Medien, die Privatwirtschaft und Vertreter aus der Wissenschaft. Es führt Partner, Projekte und Initiativen zusammen und hat mehr als 100 Bildungsinitiativen an einem Runden Tisch versammelt und einen nationalen Aktionsplan entwickelt. Mehr als 750 erfolgreiche und innovative Bildungsprojekte wurden vom Nationalkomitee als offizielle deutsche Beiträge zur UN-Dekade bisher ausgezeichnet. Am 2. April kamen 50 neue Projekte hinzu.
Ausgezeichnet werden:
Offizielle Dekade-Projekte
Beiträge zur UN-Dekade
Kommunen/Landkreise der UN-Dekade
Die Auszeichnungen machen den Wachstumsprozess der Dekade nach und nach in ganz Deutschland sichtbar. Durch das Nationalkomitee werden die ausgezeichneten Projekte national und international präsentiert. Die Auszeichnung erfolgt immer für zwei Jahre.
Inhalt
Minden eine von zehn Städten der Weltdekade
Minden darf sich seit dem 2. April "Stadt der Weltdekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" nennen. Eine sechsköpfige Gruppe nahm die Auszeichnung im Anschluss an die UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) in Bonn vom Kommitee-Vorsitzenden Professor Dr. Gerhard de Haan entgegen.
Gerhard de Haan und seine Stellvertreterin im deutschen Nationalkomitee der UN-Dekade, Prof. Lenelis Kruse-Graumann, überreichten Urkunde, Stempel und Fahne an die stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Winter, Falk Bloech und Birgit Schwenker (beide Aktionsgemeinschaft Friedenswoche e.V. ) sowie Heidrun Spanier (FernUni Hagen, Studienzentrum Minden), Sieghilde Winkelmann (Bildungswerk und Forum Minden) und Daniela Basti (Eine-Welt-Dorf).In seiner Laudatio betonte Professor de Haan den einstimmigen Beschluss der Fachjury, mit dem das vorbildliche Engagement der Stadt Minden für BNE gewürdigt wurde. Weiterhin bezeichnete er als bemerkenswert, dass alle Projekte im relativ kleinen Areal der oberen Altstadt Mindens angesiedelt sind. Waltraud Winter bedankte sich im Namen der Stadt Minden, insbesondere von Bürgermeister Michael Buhre sowie der beteiligten Projekte, für die große Ehre der Auszeichnung. Sie lud de Haan nach Minden ein, um die Projekte vor Ort kennen zu lernen.
Minden hatte sich Anfang 2009 nach einem einstimmigen Ratsbeschluss vom 18. Dezember 2008 als "Stadt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 beworben. "Die Stadt ist damit einem Aufruf des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade gefolgt", so Buhre. Insofern sei dies nicht nur eine Auszeichnung für unsere Stadt sondern insbesondere eine Würdigung derer, die die bereits ausgezeichneten UN-Projekte in Minden, wie zum Beispiel das "Eine-Welt-Dorf ", ins Leben gerufen und umgesetzt haben. Treibende Kraft für den Antrag war die Aktionsgemeinschaft Friedenswoche e.V. (Friwo).
Die Grundlage für die Bewerbung Mindens wurde bereits im Jahr 2007 gelegt: In diesem Jahr hatte sich das Info-Zentrum Dritte Welt an den Ältestenrat gewandt, um die Verwirklichung der UN-Millenniumsziele in Minden anzuregen. Nachdem daraufhin die Informationen und Initiativen zu den UN-Millenniumszielen, zur Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung gebündelt aufgezeigt wurden, war ein Ergebnis der Vorschlag der Friwo einer Bewerbung Mindens als "Stadt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014".
"Bildung für nachhaltige Entwicklung steht in Deutschland nicht erst am Anfang. Es gibt bereits viele gute Ideen. Sie sind allerdings oftmals – trotz des großen Engagements derer, die in den Initiativen mitmachen – noch nicht sehr bekannt", so Falk Bloech von der Friwo. Daher zeichne das Nationalkomitee entsprechende Projekte als offizielle Projekte der Weltdekade aus.
Stadt und Friwo sehen in der Auszeichnung einen positiven Standortfaktor, der den Bekanntheitsgrad Minden weiter erhöht. Mit der Auszeichnung ist außerdem die Hoffnung auf eine weitere Unterstützung der Arbeit der Dekadeprojekte über die Obere Altstadt hinaus sowie ein erfolgversprechendes Einwerben von bundesweiten Fördermitteln verbunden.
Die Stadt erhielt am 1. April 2008 einen Brief vom Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees, Prof. Gerhard de Haan, der Minden aufforderte, sich für die Auszeichnung "Stadt der Weltdekade" zu bewerben. Bisher wurden neun Kommunen ausgezeichnet: die Stadt Hamburg (1,7 Millionen Einwohner/innen), die Stadt Bonn (316.000), die Stadt Gelsenkirchen (265.000), die Stadt Erfurt (202.000), die Stadt Heidelberg (145.000), die Stadt Frankfurt am Main (660.000), die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz (39.000), die Gemeinde Alheim in Hessen (5.300), und die Gemeinde Hellenthal in der Eifel (8.600).
In der Oberen Altstadt Minden sind bereits fünf Initiativen ansässig, die als "Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" ausgezeichnet wurden: 1. die Internationalen Projekttage der deutschen UNESCO-Projektschulen, die in Minden und Bielefeld 1996 unter dem Motto „10 Jahre nach Tschernobyl“ ihren Anfang nahmen und seitdem alle zwei Jahre durchgeführt werden, 2. das Kunst- und Bauprojekt "Eine-Welt-Dorf" auf dem Schulhof der Eine-Welt-Schule (ehemalige Königsschule). 3. das Netzwerk BOA - Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt, in dem zahlreiche Bildungseinrichtungen und außerschulische Organisationen eng zusammenarbeiten. 4. die NRW-Schulkampagne "Agenda 21 in der Schule", an dem sich neben der Eine-Welt-Schule die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule, das Ratsgymnasium und das Leo-Sympher-Berugskolleg beteiligen und 5. die FernUni mit ihrem interdisziplinären Studium Umweltwissenschaften "Infernum".
Informationen zur Auszeichnung
Die Auszeichnung wird vergeben für beispielhafte Aktivitäten sowie eine vorbildliche und nachahmenswerte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Auszeichnung trägt dazu bei, die Anliegen der Dekade in Deutschland sichtbar zu machen und gleichzeitig die einzelnen Akteure der nachhaltigen Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort zu unterstützen. Dies ist bisher in einem Maße geschehen, das alle Erwartungen übertroffen hat: Seit dem Beginn der Dekade haben sich rund 1250 Initiativen um eine Auszeichnung beworben und es konnten mehr als 800 offizielle Dekade-Projekte prämiert werden.
Neben dem Aufruf an Akteure und Organisationen sich mit ihren Initiativen als Dekadeprojekte zu bewerben, ruft das Deutsche Nationalkomitee für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" seit 2007 alle Städte, Gemeinden und Landkreise auf, sich um die Auszeichnung als Stadt, Gemeinde beziehungsweise Landkreis der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 zu bewerben. Mit den Auszeichnungen soll gezeigt werden, wie "Nachhaltigkeit Lernen" vor Ort beispielhaft verwirklicht wird, so die UNESCO.
Informationen zum UN-Bildungsprojekt
Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Internationale Lead-Agency der Dekade ist die UNESCO. In Deutschland steht die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und wird von einem von der Deutschen UNESCO-Komission einberufenen Nationalkomitee unter dem Vorsitz des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin) koordiniert.
Dem Nationalkomitee gehören rund 30 Institutionen und Experten an, darunter Vertreter der Bundesregierung, der Länder, Nichtregierungsorganisationen, die Medien, die Privatwirtschaft und Vertreter aus der Wissenschaft. Es führt Partner, Projekte und Initiativen zusammen und hat mehr als 100 Bildungsinitiativen an einem Runden Tisch versammelt und einen nationalen Aktionsplan entwickelt. Mehr als 750 erfolgreiche und innovative Bildungsprojekte wurden vom Nationalkomitee als offizielle deutsche Beiträge zur UN-Dekade bisher ausgezeichnet. Am 2. April kamen 50 neue Projekte hinzu.
Ausgezeichnet werden:
Offizielle Dekade-Projekte
Beiträge zur UN-Dekade
Kommunen/Landkreise der UN-Dekade
Die Auszeichnungen machen den Wachstumsprozess der Dekade nach und nach in ganz Deutschland sichtbar. Durch das Nationalkomitee werden die ausgezeichneten Projekte national und international präsentiert. Die Auszeichnung erfolgt immer für zwei Jahre.

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